Ziele und Ausrichtung der WHU

Kommunalwahl 2018

Die WHU wurde 1989 von engagierten Bürgerinnen und Bürgern gegründet. Man wollte selbst aktiv werden, aber nicht in den etablierten Parteien, so war das Ziel.

In einem damaligen Aufruf hieß es:

Kommunalpolitik ist Politik, die die Bürger hautnah betrifft. Sie kommen täglich mit gefällten Entscheidungen in Berührung. Wird im Ort etwas falsch geplant, so müssen sie sich über diese Fehlentscheidung viele Jahre, wenn nicht für immer ärgern.

Deshalb sollen nun die Bürger das Zepter selbst in die Hand nehmen und Entscheidungen beeinflussen. Frei von oft störenden Parteiprogrammen
.

Wie sich die Ziele von gestern und heute ähneln, zeigt der Wahlaufruf der WHU zur Kommunalwahl 1990:

Wir wollen:

  • den hohen Wohnwert in Henstedt-Ulzburg erhalten
  • unsere Großgemeinde soll eine Gemeinde im Grünen bleiben
  • ein vernünftiges Verkehrskonzept
  • eine dem Ort angepasste Gewerbeansiedlung
  • keine neuen Großsiedlungen
  • eine vernünftige Umweltpolitik

um nur einige Punkte zu nennen.

Diese grundsätzlichen Forderungen bestimmen nach wie vor unser Handeln.

Die WHU hat das von anderen Kommunalpolitikern oft als unentbehrlich postulierte Wachstum des Ortes stets kritisch unter die Lupe genommen und immer hinterfragt, welche Folgen und Kosten diese Entwicklungen mit sich bringen. Das werden wir auch weiter so handhaben.

Die WHU wird sich auch künftig für die rechtzeitige Schaffung der notwendigen Infrastruktur, wie Kinderbetreuungsplätze, Schul- und Straßenbauten - und zwar vor Beginn neuer Baumaßnahmen aussprechen.

Das macht uns manchmal unbequem. Wegen der vielen kritischen Anfragen und der ablehnenden Haltung zum CCU, zur REWE-Ansiedlung, der vielen Anträge zur Änderung der Bebauung am Kronskamp, zur Bebauung der Pinnauwiesen und zur Ablehnung der Bebauung Beckershof wurde die WHU von den etablierten Parteien oft gescholten.

Damit können wir leben. Wir bleiben uns treu.

Wichtig ist für uns, den Bürgerinnen und Bürgern eine Stimme zu geben.

Ein weiterer Schritt zu mehr Bürgerbeteiligung war unser Antrag, bei Bebauungsplänen grundsätzlich die Betroffenen vor Entscheidungen über die Ziele zu informieren, damit deren Ansichten und Wünsche in die Planung einfließen können. Das Interesse an einer aktiven Gestaltung ist vorhanden. Das zeigen die verschiedenen Bürgerbegehren / Bürgerentscheide, die Veranstaltungen zur Innenentwicklung und zu Bebauungsplänen.

Das werden wir weiter unterstützen.

Henstedt-Ulzburg steht in der kommenden Zeit vor großen Herausforderungen.

Das betrifft in erster Linie die Finanzen der Gemeinde, die Verkehrsprobleme im Ort und den Erhalt unserer Lebensqualität.

Die WHU sieht nach wie vor als übergreifendes Thema für Henstedt-Ulzburg die Ortsentwicklung.

Das gerade angelaufene „IGEK“ – das Integrierte Gemeinde Entwicklungs-Konzept – wurde nun endlich auf den Weg gebracht und soll die Grundlage dafür liefern.
Die WHU stellte den ersten Antrag hierzu bereits im Jahr 2008.

Ungeachtet dessen entstehen immer mehr teils unrentable Gewerbeansiedlungen. Großlogistiker, immer mehr „Grünvernichtung“, immer mehr Verkehr, immer weniger Lebensqualität. Ist das die richtige Entwicklung für eine „Gemeinde im Grünen“?

Neue Wohn- und Gewerbegebiete erzeugen Folgekosten für Straßenbau, Kanalisation, Trinkwasserversorgung, Schulen, Kindergärten, Feuerwehr usw. Diese Folgekosten für Ausbau und Erhalt der nötigen Infrastruktur sowie die Zunahme des Verkehrs im Ort haben wir alle zu tragen.

Deshalb sind neue Baugebiete auf der grünen Wiese für uns keine zukunftsfähige Entscheidung:
 

  • Der Bürgerentscheid für eine reduzierte Bebauung der Pinnauwiesen ist für uns bindend.
  • Mit uns wird es auch weiterhin keine Neuauflage von „Beckershof“ geben.


Für den prognostizierten Wohnraumbedarf haben wir genügend Flächen innerorts vorrätig. Wir wollen außerdem unseren Ort so attraktiv gestalten, dass auch junge Menschen und Familien hierbleiben.

Wir fordern Qualitätskriterien bei der Gewerbeansiedlung. Wir setzen uns für die Ansiedlung von Unternehmen ein, die qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten.

  • Hier muss gelten:  Qualität statt Quantität.


Henstedt-Ulzburg braucht viele Arbeits- und Ausbildungsplätze bei möglichst geringem Flächenverbrauch. Gleichzeitig Gewerbesteuereinnahmen, die die angemessene notwendige Infrastruktur erhalten und erneuern.

Henstedt-Ulzburg darf nicht zur Logistik-Hochburg mutieren!
Mit der Ansiedlung mittelständischer Betriebe hat Henstedt-Ulzburg gute Erfahrungen gemacht - gerade bei den Gewerbesteuereinnahmen.
Nur so kann der Verbrauch unserer Ressourcen annähernd gerechtfertigt werden.

Wir wollenHenstedt-Ulzburg als „Gemeinde im Grünen“ erhalten.

Wir setzen uns für eine nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung ein. Innenentwicklung nach Maß hat hohe Priorität
 

  • Nicht jede grüne Fläche darf bebaut werden.


Grünzüge zwischen den Wohngebieten und Ortsteilen sollen erhalten bleiben und Waldflächen ausgeweitet werden.

Lebensräume für heimische Tiere und Pflanzen sind uns dabei ebenso wichtig wie die Orte zur Naherholung für uns Menschen.
 

  • Auch das verstehen wir unter Lebensqualität!

Der Baumbestand im Ort ist geschützt. Wir wollen Grünes auch innerorts erhalten.

Wir wollen regenerative Energie stärker nutzen und den Energieverbrauch in öffentlichen Einrichtungen senken.

Dazu gehört auch die umfassende Nutzung der LED-Technik. Ein Grund mehr den unvorteilhaften Straßenbeleuchtungsvertrag zu kündigen und rückabzuwickeln.
 

  • Henstedt-Ulzburg soll in überschaubarer Zeit CO2 –neutral sein.
  • Klimaschutz ist uns wichtig.


Reden wir über Geld:

Momentan sprudeln die Einnahmen. Aber unsere Aufgaben wachsen, z. B. durch Ausweitung der Kinderbetreuung, Schulsozialarbeit, Ganztagsangebot in Schulen.

Zusätzlich haben wir einen Sanierungsstau bei öffentlichen Einrichtungen, Straßen und Kanalisation. Das Alstergymnasium muss erneuert werden.

Trotz dieser zusätzlichen Aufgaben müssen wir die Gemeindefinanzen sanieren und die Verschuldung zurückfahren. Deswegen werden wir alle geplanten Maßnahmen auf ihre Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit überprüfen. Wenn es jedoch um kleine Summen mit großen sozialen Effekten geht, dann werden wir nicht sparen.

In der Diskussion über die „Ausbaubeiträge“ werden wir auf eine spürbare Entlastung der Bürgerinnen und Bürger achten. Wir wollen eine gerechtere Verteilung der Kosten erreichen. Weitere Straßenausbaumaßnahmen vor der Neuordnung der Ausbaubeiträge lehnen wir ab.

Wir brauchen ein aussagefähiges Controllingsystem. „Doppik“ muss endlich eingeführt werden.

Steuererhöhungen gibt es mit uns erst dann, wenn alle Einsparpotenziale ausgeschöpft sind.

Überall wird gebaut. Art und Umfang der innerörtlichen Bebauung werden inzwischen von vielen Menschen kritisiert. Das haben wir verstanden.

Die Innenentwicklung mussRücksicht nehmen auf Ortsbild, Nachbarschaft und Natur.
Mögliche Baumaßnahmen dürfen das Ortsbild nicht weiter beeinträchtigen. Nicht jedes kleine Grundstück darf mit mehrstöckigen Wohnblocks bebaut werden.

Wir setzen uns für bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum ein, z. B. durch Gründung einer Entwicklungsgesellschaft.

Größere Bauvorhaben müssen einen Anteil von 30 % öffentlich geförderten Wohnungsbau ausweisen.

Die Verkehrsprobleme in Henstedt-Ulzburg sind für uns alle deutlich spürbar.
Sie sind das Ergebnis einer nicht durchdachten Ortsentwicklung der letzten Jahre und Jahrzehnte.

Die immer wieder geforderte Umgehungsstraße ist nicht finanzierbar.Sie würde auch nicht merklich entlasten, denn der Anteil des reinen Durchgangsverkehrs ist gering. Wir müssten eine Ortsumgehung komplett selbst bezahlen.

Eine Umgehungsstraße würde zudem zwangsläufig den Wald in Ulzburg-Süd zerstören.
Das wollen wir nicht. – Genau so wenig wie eine 380 kV-Stromtrasse über dem Waldkindergarten.

Wir haben innerörtliche Lösungsvorschläge zur Entlastung der Straßen, wie z. B. die Verlängerung der Straße „Am Bahnbogen“ zur direkten Anfahrt des Gewerbegebietes aus Richtung Westen, bereits vorgestellt.

Wir fordern die Einrichtung eines Ringbusverkehrs im Ort, die Verbesserung der Rad- und Fußwege, den Ausbau der P+R -Möglichkeiten, die Verbesserung der Taktzeiten bei Bus und Bahn und Anpassung der Tarifzonen.

Radfahren im Ort muss durch gute Radwege attraktiver werden. Das senkt auch Emissionen.

Wir fordern außerdem:

  • Künftige Bauvorhaben müssen insbesondere in Hinblick auf die Verträglichkeit mit unserer Verkehrssituation im Einklang stehen.
  • Wachstum nicht um jeden Preis

Unbegrenztes und unkoordiniertes Wachstum zu Lasten der Allgemeinheit darf es nicht mehr geben. Wir akzeptieren, dass Henstedt-Ulzburg allein durch bereits angeschobene Bebauungspläne auf 30.000 Einwohner bis 2030 anwachsen wird. Neue Großprojekte dürfen nur noch im Einklang mit den vorgenannten Zielen durchgeführt werden. Hierbei ist der große Bedarf an gefördertem und altersgerechtem Wohnraum mit Vorrang zu behandeln.

Kinder und Jugendliche
sind unsere Zukunft.

Die WHU wird sich weiterhin für eine gute Kinderbetreuung einsetzen.

Höchste Priorität hat die Schaffung von weiteren Krippen- und Kita-Plätzen.

Wir unterstützen dabei freie Träger zur Einrichtung von Kinderbetreuungsplätzen sowie Tagesmütter und -väter. Wir müssen für kleinere Kindergartengruppen sorgen.
Das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern muss gewährleistet sein. D. h. Geschwister müssen in denselben Kindergarten gehen dürfen. Und zwar dicht an ihrem zu Hause. Die Öffnungszeiten müssen sich an die Arbeitszeiten der Mütter und Väter flexibel anpassen.

Auch zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf treten wir für ein verlässliches Ganztagsangebot an allen Schulen ein. Die Ganztagsgrundschule muss in den nächsten Jahren schrittweise eingeführt werden.

Gesunde Verpflegung sowie gut gereinigte Räume sind uns bei allen Kindergärten, Krippen und Schulen wichtig.

Jugendliche brauchen einen Treffpunkt. Die Arbeit unserer beiden Jugendforen des freien Trägers „In Via“ läuft hervorragend. Die aktive Jugendarbeit unserer Sportvereine wird von uns intensiv unterstützt.

Was wollen wir fürSenioren erreichen?

Wir setzen uns für seniorengerechten Wohnraum, sowie für alternative Wohnformen, wie z. B. genossenschaftliche oder vereinsgeführte Mehrgenerationsprojekte, in allen Ortsteilen ein.
Wir unterstützen zudem Nachbarschaftsprojekte, die ein Wohnen in den eigenen vier Wänden lange ermöglichen.

Wir wollen nicht nur bei Fragen der Ortsentwicklung weiter auf barrierefreie und behindertengerechte Gestaltung achten, sondern unser Gemeinwesen so gestalten, dass alle Menschen partizipieren; wir akzeptieren ihre Verschiedenheit.
 

  • Inklusion ist unsere Herzensangelegenheit, ein Selbstverständnis in allen Lebensbereichen.

Kultur in Henstedt-Ulzburg findet durch das große ehrenamtliche Engagement der in der Gemeinde lebenden Menschen statt.

Kulturförderung muss in der Gemeinde einen höheren Stellenwert erhalten, denn ein attraktives Kulturangebot für alle ist für uns auch eine weitere Grundlage für mehr Lebensqualität und ein Imagegewinn für unseren Ort.

Wir wollen einen gemeinsamen Treffpunkt mit Ateliers, offenen Werkstätten, Ausstellungsflächen, Übungsräumen, Platz für Tanzgruppen etc. schaffen.

Sporthat für uns eine große Bedeutung.

Ein Sportverein ist auch ein Ort des sozialen Lernens und der Prävention.
Die soziale Arbeit wird in vielen Vereinen überwiegend von ehrenamtlichen Betreuern und Trainern in ihrer Freizeit wahrgenommen.
Die Arbeit dieser Ehrenamtlichen wollen wir ausdrücklich unterstützen, auch durch die Erhöhung der Übungsleiterpauschalen.

Insbesondere der Breitensport muss für alle, auch für Familien mit Kindern, bezahlbar bleiben.

Deswegen haben wir uns intensiv mit der Zukunft unseres Großvereins beschäftigt. Über die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde werden aktuell intensive Gespräche geführt.
Dies bezieht auch die Sportstättenplanung mit ein.

Die WHU setzt sich für den Erhalt derärztlichen Versorgung durch den Fortbestand eines Krankenhauses zur Grund- und Regelversorgung vor Ort ein.

Außerdem fordern wir zwei weitere Kinderärzte und einen Hautarzt für unsere Gemeinde.

Wir wollen die Sicherheit der Bürger in Henstedt-Ulzburg gewährleistet sehen.
Die Polizeistation in Henstedt-Ulzburg darf personell nicht geschwächt werden.

Wir unterstützen ausdrücklich die gute Arbeit der freiwilligen Feuerwehr und der dort ehrenamtlich tätigen Menschen, die Tag und Nacht für unsere Sicherheit sorgen.

Zur Stärkung der Feuerwehr wollen wir weitere Standorte im Gewerbegebiet und auf dem Rhen schaffen.

Außerdem wollen wir Sirenen zur Bevölkerungsalarmierung bei Gefahrenlagen, wie z. B. Großbrand, Chemieunfall, etc. einführen.

Wir werden weiter daran arbeiten, dass sich die Verwaltung als Dienstleister für
die Bürgerinnen und Bürger und die ehrenamtlichen Gremien der Gemeinde versteht.
Die Politik bestimmt die Richtlinien und trifft die Entscheidungen für die Ortsentwicklung, die Verwaltung ist zuständig für deren Umsetzung.

  • Wir fordern, dass Beschlüsse der Politik zügiger umgesetzt werden.
  • Wir werden weiterhin die Bürgerbeteiligung stärken.

Wir sind die WHU
Wählergemeinschaft Henstedt-Ulzburg für Bürgermitbestimmung.

Gehen Sie bitte zur Wahl.
Nehmen Sie Ihr demokratisches Recht in Anspruch.
Nehmen Sie Einfluss auf die Gestaltung einer lebenswerten Gemeinde
.

Wählen Sie die WHU.

www.w-h-u.de v.i.S.d.P:
WHU
Wilhelm Dahmen, Greifswalder Straße 5, 24558 Henstedt-Ulzburg

WHU-Statements zur Innenentwicklung

Auszüge aus dem Wahlprogramm der WHU zur Kommunalwahl 2013

Wir sind für:

  • Einen umfassenden Ortsentwicklungsplan mit Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Verwaltung
  • Eine durchdachte und maßvolle Innenentwicklung
  • Erhalt bzw. Schaffung von Lebens- und Aufenthaltsqualität
  • Die Berücksichtigung der Verkehrssituation bei künftigen Bauvorhaben
  • Den Erhalt und die Schaffung von Grün im Innenbereich
  • Eine nachhaltige bzw. zukunftsweisende Ortsplanung, um dem demografischen Wandel zu begegnen
  • Bezahlbaren Wohnraum auch für Senioren und Singles
  • Nachbarschaftsprojekte
  • Alternative Wohnformen und –projekte, z.B. auch durch Wohnungsbaugenossenschaften
  • Eine Revitalisierung älterer Wohngebiete mit Rücksicht auf die Nachbarschaft
  • Ausreichende Park– und Stellplätze bei Neubauvorhaben
  • Den Erhalt von Grünzügen zwischen den Ortsteilen

 Deswegen sind wir gegen:

  • Eine rein investorengesteuerte Ortsplanung
  • Rücksichtslose Innenverdichtung auf Kosten der Nachbarschaft
  • Weitere Grünvernichtung im Innenbereich
  • Verschlechterung der Lebens- und Aufenthaltsqualität durch enge Bebauung und immer mehr PKW-Verkehr
  • Das Zusammenwachsen der Ortsteile durch Zerstörung der Grünzüge infolge weiterer Bebauung
  • Weitere neue Baugebiete auf der grünen Wiese